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Dienstag

Für mich beginnt der Dienstag um 9:00 bei einem Jugendlichen zuhause. Dieser Jugendliche befindet sich in Einzelbetreuung und deshalb bei ihm zuhause. Wir machen dann zusammen Hausaufgaben, besprechen die Nebenfächer wie Naturwissenschaft und Gesellschaftslehre und machen Übungen für Rechtschreibung, Englischvokabeln oder ähnliches. Die Jugendlichen auf der Wohngruppe stehen zwischen 8:00 und 9:00 auf haben Zeit zum Frühstücken und sich fertig machen. Um ca. 10 Uhr werden dann zwei Jugendlichen von unserer Stundenhilfe abgeholt und sie fahren nach Algodonales um mich abzuholen. Von dort aus fahren wir in das 20km entfernte Villamartin um in einem großen Mercadona den Wocheneinkauf zu erledigen. Die anderen beiden Jugendlichen können schon Hausaufgaben machen oder ihre Dienste ausführen. Beim Einkaufen sollen die Jugendlichen lernen, nicht immer nur etwas zu kaufen, sondern darauf zu achten, ob wir es für die Gruppe wirklich brauchen und ob es eine günstigere Alternative dafür gibt. Bevor zum Einkaufen gefahren wird, machen der Betreuer und die Stundenhilfe, mit den Jugendlichen einen Essensplan für die Woche. Im Mercadona gehen wir dann durch die einzelnen Reihen und die Jugendlichen bekommen gesagt was wir brauchen und die Jugendlichen müssen es dann besorgen. Die Aufgabe von mir ist in der Zeit darauf zu achten, dass die Jungs auch die Preise vergleichen, keinen Mist anstellen wie alles anzufassen oder ähnliches. Beim Einkaufen haben die Jugendlichen die Möglichkeiten etwas von ihrem Taschengeld zu kaufen. Für die Jugendlichen die nicht beim Einkaufen dabei sind, bringen wir die Sachen mit die sie davor uns gesagt haben. Die beliebtesten Sachen die die Jugendlichen Kaufen sind: Pipas (gesalzene Sonnenblumenkerne noch in der Schale) Cola, aber nur koffeinfrei, Eistee, Schokolade und andere Naschsachen. Danach fahren wir mit dem gesamten Einkauf wieder zur Wohngruppe. Manchmal fahren wir noch in einem der Elektrogeschäfte von Villamartin vorbei, damit die Jungs sich Boxen oder Kopfhörer oder ähnliches kaufen können. Leider ist der Verschleiß von solchen Elektrosachen bei den Jungs extrem hoch, obwohl sie diese Dinge von ihrem Taschengeld kaufen müssen. Wenn wir wieder auf Madrigueras angekommen sind, fängt die Stundenhilfe oder ich an zu Kochen und die Jungs haben Zeit für sich. Wenn ich nicht koche, spiele ich meistens mit den Jungs Schach oder Die Siedler von Cartan. Dann gibt es gegen 14:00 Uhr Mittagessen und einer der Jungs muss danach wieder seinen Küchendienst machen und abspülen. Gegen 15:00 ist dann wieder für eine Stunde Hausaufgabenzeit angesetzt. Langsam etablieren wir das Prinzip nicht nur eine Stunde Hausaufgaben zu machen sondern nach Menge der Arbeit. Das funktioniert mehr oder weniger gut. Meine Aufgabe dabei ist dann wieder die Jugendlichen zu unterstützen und bei Fragen zur Seite zu stehen. Nach den Hausaufgaben haben die Jungs dann bis zum Imbiss Zeit fürs Fernsehen. Um 17:00 gibt es dann Imbiss. Um 17:30 fahren wir dann zusammen nach Montecorto, das ca. 20 km entfernt liegt. Dort treffen sich dann alle Gruppen zum gemeinsamen Fußball spielen. Meistens spielen zwei oder drei Betreuer einschließlich mir mit. Fußball ist für alle Jungs verpflichtend und zählt zur Sportnote am Ende des Schuljahres. Es werden zwei Mannschaften gewählt und dann geht es zwei Halbzeiten, die meistens zeitlich extrem variieren, gegeneinander zu bestehen. Da es verpflichtend ist, sind manche Jugendlichen wenig motiviert, was sich auch im Spielfluss bemerkbar macht. So gibt es Jugendliche die zu Spielbeginn auf einer Position stehen und diese erst wenn zur Halbzeit gepfiffen wird wieder verlassen, egal ob ein Ball auf sie zukommt oder nicht. Eine Aktion die sehr beschreibend dafür war, war so, dass der Torwart den Ball abschlagen wollte und einen dieser besagten Jugendlichen an den Kopf geschossen hat, weil er selbst dabei keinen Schritt zur Seite gemacht hat. Es war halt ein großer Lacher :D dem Jugendlichen ist übrigens nichts passiert. Selbst dabei kam es zu keinerlei Bewegung :P Die Betreuer die mitspielen sind dafür da die Jugendlichen zu motivieren, was, wie eben beschrieben, nicht immer zu 100% funktioniert. Außerdem müssen die Betreuer dafür sorgen, dass es nicht zu brutal abgeht, da manche Jugendlichen die Grenzen des Erlaubten gern mal überschreiten. Erstaunlicherweise habe ich aber das Gefühl, dass es nicht schlimmer zu geht als in manchen Amateur-Fußballvereinen. Nach dem beide Halbzeiten vorbei sind fahren alle Gruppen nochmal zur Tankstelle in Montecorto, hier gibt es für jede Gruppe eine Koffeinfreie Gruppencola und die Jugendlichen können sich hier noch Süßigkeiten und ähnliches kaufen. Nachdem die Cola getrunken ist, werden die Jugendlichen auf ihre Wohngruppen zurückgefahren. Da Algodonales auf dem Weg liegt, werde ich immer auf dem Rückweg raus gelassen. Auf der Wohngruppe wird dann noch geduscht und zu Abendgegessen und danach haben sie wieder Zeit zum Fernsehen und für sich. Um 24:00 ist dann wieder Bettruhe.

19.11.14 17:09

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